MOLNIJA

Die Taschenuhren standen am Anfang der industriellen Uhrenproduktion in der Sowjetunion. Seinerzeit produzierte die Erste Moskauer Uhrenfabrik das Ankerwerk Kaliber 3.41 mit 17 Steinen und später die Zweite Moskauer Uhrenfabrik die Kaliber 1-57 und 3-65. Heutzutage machen die Taschenuhren mit schätzungsweise 3-5 Prozent einen vergleichsweise geringen Anteil an der jährlichen Uhrenproduktion Russlands aus. Dennoch gibt es eine große Vielfalt an verschiedenen Taschenuhren, von denen im folgenden exemplarisch die aktuellen Taschenuhren der Uhrenfabrik aus Tscheljabinsk, einer Stadt, die im Ural ca. 1500 km östlich von Moskau liegt, vorgestellt werden sollen.

Die Taschenuhren aus Tscheljabinsk werden unter dem Namen "Molnija" vertrieben, der aut deutsch "Blitz" bedeutet.

Die verschiedenen Modelle beruhen meist auf dem Kaliber 3602, das in seinen Ursprüngen auf das o.g. Kaliber 3-65 zurückzuführen ist. Das zuverlässige 18 steinige Ankerwerk mit einem Durchmesser von 36 mm verfügt über eine dezentrale Sekunde und macht 18000 Halbschwingungen in der Stunde. Das Gehäuse mit Preßdeckel mißt 50 mm im Durchmesser und besteht überwiegend aus Neusilber.

Von grundlegender Bedeutung zur Unterscheidung der verschiedenen russischen Taschenuhren ist die Trennung nach Uhren mit Sprungdekel und solchen ohne Deckel. Dabei wiegen Exemplare von Taschenuhren mit Deckel ca. 8 g mehr als Taschenuhren ohne einen solchen. Sie bringen ca. 78 g auf die Waage. Der Sprungdeckelmechanismus wird über das Drücken der Taschenuhrkrone betätigt.
        

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